Leibniz Universität Hannover // Sanierung Villa Simon

Die Villa Simon wurde nach Plänen des hannoverschen Baumeisters Christian H. Tramm zwischen 1858 u. 1860 noch zur Zeit der hannoverschen Monarchie im Baustil der Neorenaissance errichtet. Der Wintergarten weist mit seiner Aussichtsterrasse auf die Herrenhäuser Allee und das ehemalige Schloss in Herrenhausen sowie das Welfenschloss. Das Gebäude wird heute durch die Leibniz Universität Hannover genutzt.
Die Fassaden des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes wurden unter Berücksichtigung restauratorischer Befunde saniert. Die Fenster, zum Teil noch im Original erhalten, wurden aufgearbeitet und im Innenraum durch Kastenfenster zur Verbesserung der energetischen Bilanz ergänzt. Die reichhaltige Stuck- und Steinornamentik wurde denkmalgerecht saniert, die vorhandenen Malereien auf der Unterseite des Dachüberstandes in Teilen freigelegt, die übrigen Befunde fachgerecht konserviert. Die Dachflächen wurden erneuert und gedämmt. Die Fassadensprache der Architektur Tramms wurde herausgearbeitet, die historische Villa in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild weitestgehend wiederhergestellt.
Seminar- und Besprechungsräume wurden ausgebaut und mit moderner Technik ausgestattet, Innenräume renoviert und das im Stil der 1950er Jahre errichtete Treppenhaus saniert. Die ehemalige Remise kann nach der Sanierung für Ausstellungen genutzt werden.

In dem folgenden Clip zum Tag der Architektur 2021 stellen wir das Projekt kurz vor:

© Musik: Keta, CC BY-NC-ND 4.0, https://freemusicarchive.org/music/Ketsa/bedding/enough

Projektdaten

  • Bauherr: Land Niedersachsen, vertreten durch das
    Staatliche Baumanagement Hannover
  • LP: 2–8, zus. Bestandsaufnahme und
    Ausschreibung restauratorische Befundaufnahme
  • Bauzeit: 07/2017 – 05/2019
  • Flächen: ca. 1.300 m² Fassade, ca. 500 m² Dachfläche
  • © Fotografien 1-13, 17: O. Mahlstedt
  • © Fotografien 14-16: Stricker Architekten BDA
  • © Foto/ Abbildg. 18-19: Nds. Landesamt für Denkmalpflege